InnerWood
InnerWood ist ein gestaltpädagogisches Spielsystem aus Holz, das Kindern ermöglicht, Gefühle, Gedanken und innere Bilder über Farben und Formen auszudrücken. Ohne Bewertung, ohne richtig oder falsch – dafür mit Raum für Selbstwahrnehmung, Kreativität und Entwicklung.
🌿 Die InnerWood-Story
Warum InnerWood entstanden ist;
Kinder tragen vieles in sich, wofür Worte noch fehlen.
Gefühle, Bilder, Spannungen, Ideen – sie zeigen sich oft im Spiel, im Gestalten, im Tun.
InnerWood ist aus der Überzeugung entstanden,
dass Kinder keine Erklärungen brauchen, sondern Räume.
Räume, in denen nichts richtig oder falsch ist.
Räume, in denen Hände denken dürfen.
Räume, in denen Holz, Farbe und Form zu einer Sprache werden.
Mit woodoration | InnerWood entsteht ein Spielsystem,
das nicht vorgibt, sondern begleitet.
Nicht deutet, sondern zuhört.
Und Kindern erlaubt, das sichtbar zu machen,
was innen wächst.
Farben als Ausdruck
Kinder wählen die Farben ihrer Klötze meist intuitiv. Jede Farbe kann etwas über Stimmung oder Vorlieben ausdrücken.
Wichtig ist immer der Kontext und dass Kinder frei wählen dürfen.
Warme Farben
- Rot
Energie, Aktivität, Durchsetzungsdrang, manchmal Spannung - Orange
Freude, Kontaktfreude, Neugier - Gelb
Leichtigkeit, Aufmerksamkeit, Kreativität
Kalte Farben
- Blau
Ruhe, Rückzug, Sicherheit, Ordnung - Grün
Balance, Ausgleich, Stabilität - Violett
Fantasie, Nachdenken, sensibler Ausdruck
Neutrale Farben
- Braun / Naturholz
Erdung, Sicherheit, Bedürfnis nach Halt - Schwarz
Abgrenzung, Konzentration, manchmal Schutz - Weiß
Offenheit, Anfang, Raum lassen
Wichtiger als die einzelne Farbe:
- Wechselt das Kind häufig?
- Bleibt es über Wochen bei ähnlichen Farben?
- Kombiniert es viele oder wenige?
Formen und Platzierung
Kinder gestalten auf der InnerWood-Magnetwand sehr unterschiedlich. Manche bauen geordnet und symmetrisch, andere frei und experimentierend. Es entstehen Türme, flächige Bilder oder umgrenzte Formen. All diese Bauweisen können Ausdruck von Konzentration, Kreativität, Selbstwirksamkeit oder dem Wunsch nach einem eigenen, geschützten Raum sein – ohne dass sie festgelegt oder bewertet werden müssen.
Auch die Platzierung der Klötze variiert:
Manche Kinder arbeiten bevorzugt in der Mitte der Wand, andere eher am Rand oder in den Ecken. Klötze können weit verteilt oder dicht beieinander angeordnet sein. Interessant ist dabei weniger das einzelne Bild als vielmehr der Prozess und mögliche Veränderungen im Laufe der Zeit.
Beispiel: Ein Kind baut gern Türme in der Mitte der Magnetwand– es probiert aus, wie hoch es bauen kann und erlebt Erfolg.
📌 Spannend: Beobachte, ob sich Bauweise oder Platzierung über Wochen verändert – das kann Einblick in Interessen und Vorlieben geben.
Ein Raum - zwei Rollen
Rolle des spielenden Kindes
Das Kind wählt Farben und Formen intuitiv, gestaltet frei und ohne Zielvorgabe. Es entscheidet selbst über Tempo, Dauer und Veränderung des Spiels, probiert aus, baut um oder beginnt neu. Im Tun zeigt sich Ausdruck, Kreativität und Selbstwirksamkeit – ganz ohne Worte, wenn es das möchte.
Rolle des Elternteils
Das Elternteil schafft einen ruhigen, sicheren Rahmen und ist präsent, ohne den Gestaltungsprozess zu lenken. Es beobachtet aufmerksam, verzichtet auf Bewertungen und lässt dem Kind Zeit und Raum. Wenn das Kind erzählen möchte, hört es zu und stellt offene, nicht lenkende Fragen – ohne Erwartung an ein Ergebnis.